Archivarius und Anselmus sowie Veronika beim Kaffeetrinken

Lesen Sie "Phosphorus und die Feuerlilie"!

Exklusive Leseprobe erschienen
Dresden, den 20. November 1813 Verfasst von L. Finkbeiner

Diese Woche belegt “Phosphorus und die Feuerlilie” Platz eins unserer Bestsellerliste. Das Märchen handelt von einem gewissen Phosphorus, der sich in eine wunderschöne Feuerlilie verliebt. Die Beziehung der beiden wird auf tragische Weise auf die Probe gestellt. Beim Versuch seine Geliebte zurückzuerobern kämpft der mutige Phosphorus sogar gegen einen Drachen.

An Kreativität mangelt es nicht - ebenso wenig wie an Action und auch Herzschmerz. Ein sehr gelungenes Werk, überzeugen Sie sich selbst und lesen unsere exklusive Leseprobe aus “Phosphorus und die Feuerlilie” von Archivarius Lindhorst!

»Der Geist schaute auf das Wasser, da bewegte es sich und brauste in schäumenden Wogen und stürzte sich donnernd in die Abgründe, die ihre schwarzen Rachen aufsperrten, es gierig zu verschlingen. Wie triumphierende Sieger hoben die Granitfelsen ihre zackicht gekrönten Häupter empor, das Tal schützend, bis es die Sonne in ihren mütterlichen Schoß nahm und es umfassend mit ihren Strahlen wie mit glühenden Armen pflegte und wärmte. Da erwachten tausend Keime, die unter dem öden Sande geschlummert, aus dem tiefen Schlafe und streckten ihre grüne Blättlein und Halme zum Angesicht der Mutter hinauf, und wie lächelnde Kinder in grüner Wiege ruhten in den Blüten und Knospen Blümlein, bis auch sie, von der Mutter geweckt, erwachten und sich schmückten mit den Lichtern, die die Mutter ihnen zur Freude auf tausendfache Weise bunt gefärbt. Aber in der Mitte des Tals war ein schwarzer Hügel, der hob sich auf und nieder wie die Brust des Menschen, wenn glühende Sehnsucht sie schwellt. – Aus den Abgründen rollten die Dünste empor, und sich zusammenballend in gewaltige Massen, strebten sie das Angesicht der Mutter feindlich zu verhüllen; die rief aber den Sturm herbei, der fuhr zerstäubend unter sie, und als der reine Strahl wieder den schwarzen Hügel berührte, da brach im Übermaß des Entzückens eine herrliche Feuerlilie hervor, die schönen Blätter wie holdselige Lippen öffnend, der Mutter süße Küsse zu empfangen. – Nun schritt ein glänzendes Leuchten in das Tal; es war der Jüngling Phosphorus, den sah die Feuerlilie und flehte, von heißer sehnsüchtiger Liebe befangen: ›Sei doch mein ewiglich, du schöner Jüngling! denn ich liebe dich und muß vergehen, wenn du mich verlässest.‹ Da sprach der Jüngling Phosphorus: ›Ich will dein sein, du schöne Blume, aber dann wirst du wie ein entartet Kind Vater und Mutter verlassen, du wirst deine Gespielen nicht mehr kennen, du wirst größer und mächtiger sein wollen als alles, was sich jetzt als deinesgleichen mit dir freut. Die Sehnsucht, die jetzt dein ganzes Wesen wohltätig erwärmt, wird in hundert Strahlen zerspaltet, dich quälen und martern, denn der Sinn wird die Sinne gebären, und die höchste Wonne, die der Funke entzündet, den ich in dich hineinwerfe, ist der hoffnungslose Schmerz, in dem du untergehst, um aufs neue fremdartig emporzukeimen. – Dieser Funke ist der Gedanke!‹ – ›Ach!‹ klagte die Lilie, ›kann ich denn nicht in der Glut, wie sie jetzt in mir brennt, dein sein? Kann ich dich denn mehr lieben als jetzt, und kann ich dich denn schauen wie jetzt, wenn du mich vernichtest?‹ Da küßte sie der Jüngling Phosphorus - Mehr im Buch!

Wenn wir die Aussage des Autors richtig deuten deuten können, so dürfen wir uns sogar schon bald auf einen zweiten Teil freuen. Wir sind auf jeden Fall gespannt, ob es ein ebenso großer Erfolg wird wie Band eins!

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Kommentare
Nutzer:
Archivarius Lindhorst
Datum:
21.11.1813
Vielen Dank!

"Ich bin überwältigt! Vielen Dank für die netten Worte!"

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