Ein Bild einer Druckerei um 1850

Schlagzeilen

Was die Welt bewegt, illustriert

Der Rückblick auf 1813

Ein Jahr Archivarius Lindhorst in Dresden

Archivarius Lindhorst ist nun schon seit einem Jahr geschätzter Bürger unserer Stadt. Dieses Jubiläum haben wir zum Anlass genommen, um die aktuelle Ausgabe unserer Zeitung als Sonderversion zu gestalten! Das heißt: Noch mehr Insiderwissen, noch aufschlussreichere Bilder und noch viel mehr relevante Informationen kompakt verpackt in unseren Artikeln, extra für Sie, damit Sie immer auf dem neusten Stand sind und zuverlässig informiert sind! Ein Schritt in ein neues Territorium für die Redaktion ist auch das Einbinden von Artikeln, die es unter dem Jahr nicht in die Ausgabe geschafft haben. Somit ist diese Ausgabe eine Ansammlung an den wichtigsten Informationen aus dem ganzen Jahr, ein wahrer Rückblick!

Es ist wahrlich kaum zu glauben, dass Archivarius Lindhorst schon vor einem Jahr nach Dresden gekommen ist. Der uns allen nur allzu gut bekannte forschende Antiquar schaffte es stets durch sein geheimisvolles Renomme in unsere neusten Schlagzeilen und als das Top-Thema der Gerüchteküche von sich Reden zu machen. Manchmal, so scheint es, ist er noch garnicht so recht in Dresden angekommmen, denn oft ist er in seinem entlegenen alten Hause so mit seinen wissenschaftlichen Experimenten beschäftigt, sodass er unter Leuten den Eindruck erweckt es wäre ihm der Bezug zur Realität entglitten. Dennoch schätzen wir den geheimen, stets für Unterhaltung sorgenden Archivarius sehr und gratulieren ihm zu einem Jahr im wunderschönen Dresden!

Wenn wir in dieses letzte Jahr zurückblicken, bemerken wir nochmals, wie viele sonderbaren Dinge sich doch begaben, auch solche die sich schwer in sinnvolle Worte fassen lassen. Es war ein Jahr voller neuer Entwicklungen und Ereignissen: Registrator Heerbrand, der nun Hofrat ist oder auch der Student Anselmus, der als Kopierer bei Archivarius erfolgreich war und seine Ungeschicklichkeit weitestgehend überwunden, ja sich zum ansehnlichen, jungen Mann entwicklelt hat. Letzterer machte in diesem Jahr unseren Informanten nach jedoch die größte Entwicklung seiner selbst durch und musste dabei viele schwierige Entscheidungen treffen, bei denen sich nun im Nachhinein die Frage stellt, ob es die Richtigen waren.

Ausführlichere Informationen über Anselmus und die Familie Paulmann, über Archivarius mit seinen drei Töchtern und vieles mehr finden sie in unseren informativen Bildern, Schnappschüssen und den ins Detail gehenden Artikeln der dieswöchigen Sonderausgabe der Illustrierten - Ein Blick auf die Welt, in Bildern illustriert.

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Ein Stellenangebot für Archivarius Lindhorst

Kommentare
Nutzer:
Archivarius Lindhorst
Datum:
31.12.1813
Ich bin sprachlos.

"Vielen, vielen Dank. DIE ILLUSTRIERTE scheint wohl die letzte respektable Zeitung in ganz Dresden zu sein, danke für Toleranz, Meinungsfreiheit und die Möglichkeit, hier meine Gedanken auszudrücken."

Kunstmärchen oder Volksmärchen?

Interview mit einem Germanistik-Professor

Im heutigen Kulturartikel wird ein wichtiger Aspekt der Märchengeschichte behandelt. Kunstmärchen? Volksmärchen? Finden Sie es heraus!

ILLUSTRIERTE:
Berühmete Märchen wie "Der Froschkönig", "Rapunzel", "Schneewitchen", "Aschenputtel" und viele mehr sind überall verbreitet. Wir haben sicherlich viele gelesen, doch meiner Meinung nach sind sie alle ähnlich aufgebaut. Sie sagen aber, nicht jedes "Märchen" sei "wirklich" ein Märchen?
PROFESSOR:
Genau so ist es. Die Märchen, die Sie soeben aufgezählt haben, sind alle in der Kategorie der Volksmärchen einzuordnen. Es gibt aber auch noch die Kunstmärchen.
ILLUSTRIERTE:
Können Sie uns ein Beispiel nennen?
PROFESSOR:
Das Buch "Der goldne Topf" von E.T.A. Hoffmann ist wohl das Paradebeispiel.
ILLUSTRIERTE:
Interessant, dieses Buch liest gerade der Illustrierte Buchclub! Aber worin liegt denn nun der Unterschied zwischen einem Kunst- und einem Volksmärchen?
PROFESSOR:

Obwohl beides Märchentypen sind, sind Sie doch sehr verschieden.

Während das Kunstmärchen das Werk eines bestimmten Autors ist, wurde das Volksmärchen früher mündlich übertragen und erst später dann von z.B. den Gebrüdern Grimm aufgeschrieben.

ILLUSTRIERTE:
Das wusste ich jetzt noch nicht. Das kann aber doch noch nicht alles sein, oder?
PROFESSOR:
Nein, das ist es in der Tat noch nicht.

Das Volksmärchen beinhaltet stereotypische Schauplätze wie Burgen, Schlösser oder Brunnen, hat keine genaue Zeitangabe und oftmals gar keine Ortsangabe. Ähnliches gilt auch für die Charaktere: Während die Figuren eines Volksmärchens ebenfalls flach und stereotypisch sind, haben Kunstmärchen konstrastrierend dazu komplexe und facettenreiche Charaktere. Auch sind Kunstmärchen oftmals nicht in der typischen "Märchensprache" geschrieben.

ILLUSTRIERTE:
Aha. Haben die beiden Typen also gar nichts gemeinsam?
PROFESSOR:
So groß ist der Unterschied nun auch wieder nicht, schließlich haben beide Typen immer noch "Märchen" im Namen, und das hat natürlich seinen Grund.

Beide beinhalten insbesondere eine Verbindung zum "Mythos", einer magischen Welt. Außerdem gibt es in beiden Märchentypen einen Helden, der seine Aufgabe zu lösen hat.

ILLUSTRIERTE:
Vielen Dank für dieses aufschlussreiche und informative Gespräch. Wir werden diese Informationen auf jeden Fall an unseren Buchclub weiterleiten.
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Das Kaffeehaus Jobangebot zum Konditor

Kommentare
Nutzer:
Archivarius Lindhorst
Datum:
31.12.1813
Eine wichtige Unterscheidung

"Die Zeit von Stereotypen und strenger Trennung ist zu Ende. Die Zukunft braucht Facetten, Einheit und Toleranz. Moderne Märchen sind keine Vergangenheitshuldigungen, sondern Visionen."

Wir decken auf

Veronikas Liebesleben - Da ist Action geboten!

Zwischen Veronika Paulmann und dem Studenten Anselmus ist offensichtlich nun endgültig Schluss. “Private Unstimmigkeiten” ist das Einzige, was sie uns dazu verraten.

DIE ILLUSTRIERTE jedoch vermutetet aufgrund unserer tiefgehenden Kenntnisse in diesem Bereich einen Zusammenhang zwischen Anselmus’ offensichtlichen Gefühlen zu Serpentina (skandalöserweise die Tocher seines Arbeitgebers!) und dem Aus mit Veronika. Falls es tatsächlich etwas damit so zu tun haben sollte, so kam Veronika schnell darüber hinweg. Vor etwa einer Woche hat sie ihre Verlobung mit Registrator Heerbrandt, einem angesehenen Hofrat und Freund ihres Vaters, bekanntgegeben.

Anselmus wollte zu diesem Thema keine Stellung beziehen, Heerbandt hingegen meinte in einem Interview, “ein Grünschnabel wie dieser Anselmus ha[be] eine so wundervolle Frau wie Veronika doch gar nicht verdient”.

Wie dem auch sei, wir dürfen wohl gespannt darauf sein, was als nächstes passiert.

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Ankündigung Veronika und Heerbrandt heiraten

Kommentare
Nutzer:
Heerbrandt
Datum:
30.11.1813
Meine Meinung ist unverändert!

"Ein Grünschnabel wie Anselmus ist eine Bedrohung für unsere Gesellschaft, die es einzudämmen gilt. Veronika und ich sind einfach wie füreinander geschaffen, auf dass uns erst der Tod wieder scheide!"

Nutzer:
Paulmann
Datum:
01.12.1813
Privatsache.

"Es ist eine Beziehung, etwas wertvolles. Meine Tochter ist nun schon seit Tagen depressiv, und eine Veröffentlichung wie diese verbessert die Lage nun wirklich nicht!"

Punsch-Party eskaliert

Anwohner alarmieren Ordnungsamt

"Ich habe Geräusche gehört, als würde mit Tellern geworfen. Das ganze Haus hat gebebt. Es waren Schreie zu hören. Mein Nachbar war doch immer so ein anständiger Mann gewesen, ich verstehe das einfach nicht. Sogar einige Beleidungen meine ich durch die dünnen Wände vernommen zu haben!"

Herberth Hanselfuß

So schrieb uns ein schockierter Anwohner über die Geschehnisse am Samstagmittag. Ungeheuerlich und schockierend sind diese allemal.

Der erhöhte Akoholokonsum scheint sich also nicht nur unter den Studenten, sonder neuerdings sogar schon bei den Proffessoern ausgebreitet zu haben. Eine beängstigende Tendez, da, wie wir alle wissen, der Alkohol den Geist benebelt.

Eine mysteriöse Handlung, hier von einem Informant in Vogelform aufgenommen, scheint mit dem Vorfall zusammenzuhängen. Lesen Sie mehr dazu in den Schlagzeilen!
Eine mysteriöse Handlung, hier von einem Informant in Vogelform aufgenommen, scheint mit dem Vorfall zusammenzuhängen. Lesen Sie mehr dazu in den Schlagzeilen!

Anständige Leute, so ist es auch am Samstag geschehen, reden über eigenartige Wesen und fremde Welten. Ein wirklich unheimliches Gefasel, wenn Sie mich fragen. Der Streit endete jedoch noch bevor das Ordnungsamt eintraf - nicht schlimmes war geschehen. Die Langzeitschäden sind jedoch noch nicht abzusehen.

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Kommentare
Nutzer:
Paulmann
Datum:
28.11.1813
Es war wirklich undenkbar!

"Dieser Unmensch, nennt mich einen Frisör der Toupets frisiert! Unfassbar! Zeit, diesen jungen Leuten endlich wieder Manieren beizubringen!"

Rauchschwaden vor Dresden

Geheime Zeremonie von Informat beobachtet

Einer unserer Informanten sichtete in der Nacht zum 23. September, an welchem es zur die Tag- und Nachtgleiche kam, schockierendes: Es kam zu einer “magischen” Zeremonie an einer Kreuzung der bürgerlichen Ecke in Dresden! Unser Informant wusste dies garnicht so recht in Worte zu fassen. Er verglich die Szenerie mit Gemälden von Rembrandt und “Höllenbreughel”.

Veronika Paulmann und Verkäuferin Liese werden dabei verdächtigt über einem großen Feuer in einem Kessel einen geheimen Sud zubereitet zu haben. Unser Informant hatte sogar die Möglichkeit heimlich ein Schnappwerk von diesem Spektakel zu zeichnen.

Doch es stellen sich hierbei natürlich sehr viele Fragen, die leider offen bleiben: Was bewegte die beiden Frauen mitten in der Nacht und im brausenden tobenden Sturm das Haus zu verlassen? Was hat es mit dem Kessel und seinem Inhalt auf sich? Waren wirklich die reizende Veronika und die Rauerin die Täter? Wenn ja, was wollte Veronika damit erreichen? Hat sie vielleicht durch die Enttäuschung von Anselmus den Verstand verloren?

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Ankündungung zur Heirat von Heerbrandt und Veronika

Kommentare
Nutzer:
Runkelrübe
Datum:
24.09.1813
Unfassbar!

"Wer ist denn dieser "Informant"? Ihr scheint wohl etwas Nachforschung definitv nötig zu sein. Hehehe ..."

Nutzer:
Archivarius Lindhorst
Datum:
25.09.1813
Das meinst du wohl!

"Oh du weibliche Form des Schuhus ... Du wirst niemals siegen! Es gibt Quellenschutz! Salamander! Salamander! Besiegt sie alle!"

Jetzt beten sie sogar schon Bäume an!

Alkoholkonsum unter Studenten rapide angestiegen

Neuesten Umfragen des Dresdner Meinungsinstituts zufolge greifen unsere Studenten immer häufiger zum Alkohol - die Frage nach dem “Warum” bleibt aber offen. Ist das Studium mittlerweile wirklich derart stressig, oder ist Alkoholkonsum mittlerweise schon eine Art Gruppenzwang?

Ein betrunkener Student beim verwirrten Anbeten eines Holunderbusches
Ein betrunkener Student beim verwirrten Anbeten eines Holunderbusches

Tatsache ist - die Auswirkungen sind spürbar. Zeugen berichten schon von Studenten, die nach erheblichem Konsum alkoholischer Getränke mitten in Dresden am Elbufer Bäume anhimmeln!

"Mitten am Tage hat er einfach so vor einem Holunderbusch gekniet!"

Herboldt Stauffner, der einen Studenten im Wahn auffand

“Regelrecht angebetet” soll der Student den Holderbusch haben, “zum fürchten” seien diese Studenten, berichtet ein weiterer anonymer Zeuge. Laut ihm seien derartige Handlungen schon an mehreren Fällen zu beobachten gewesen sein, was auf psychische Probleme hindeuten könnte. Eine wahrlich beunruhigende Entwicklung - so viel steht steht fest.

DIE ILLUSTRIERTE wird sie auf jeden Fall weiterhin auf dem laufenden halten.

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Linkesches Bad Werbung

Kommentare
Nutzer:
Anselmus
Datum:
28.05.1813
Kaum gibt es ein Problem in der Gesellschaft ...

"... wird nicht das Problem selbst bekämpft. Es ist zwar nicht besser, aber einfacher, Symptome zu behandeln."